Stundenlohn berechnen

Stundenlohn berechnen: So ermitteln Sie Ihren echten Lohn pro Stunde
Sie kennen Ihr Monatsgehalt, aber wissen Sie auch, was Sie pro Stunde wirklich verdienen? Viele Beschäftigte sind überrascht, wenn sie es zum ersten Mal ausrechnen.
Denn der Stundenlohn zeigt, was Ihre Arbeitszeit tatsächlich wert ist. Er hilft beim Vergleich von Jobangeboten, beim Prüfen des Mindestlohns und bei der Frage, ob sich Überstunden lohnen. Wer ihn nicht kennt, trifft Entscheidungen im Blindflug.
In diesem Ratgeber lernen Sie, wie Sie Ihren Stundenlohn berechnen, welche Formel Sie brauchen, worauf Sie bei brutto und netto achten müssen und wie Sie typische Fehler vermeiden.
Warum sollten Sie Ihren Stundenlohn kennen?
Der Stundenlohn ist die ehrlichste Kennzahl für den Wert Ihrer Arbeit. Zwei Jobs mit gleichem Monatsgehalt können sich stark unterscheiden, wenn in einem deutlich mehr Stunden stecken.
Außerdem ist der Stundenlohn die Grundlage, um den gesetzlichen Mindestlohn zu prüfen. Nur wenn Sie Ihren tatsächlichen Stundenwert kennen, sehen Sie, ob Ihr Arbeitgeber korrekt zahlt.
Auch bei Überstunden, Teilzeit oder einem Jobwechsel ist der Stundenlohn die entscheidende Vergleichsgröße. Es lohnt sich also, ihn einmal sauber zu ermitteln.
Die Formel für den Stundenlohn
Den Stundenlohn berechnen Sie mit einer einfachen Formel. Sie teilen Ihren Lohn durch die geleisteten Arbeitsstunden im selben Zeitraum.
Stundenlohn = Lohn im Zeitraum geteilt durch Arbeitsstunden im Zeitraum.
Der Zeitraum kann ein Monat, eine Woche oder ein Jahr sein. Wichtig ist nur, dass Lohn und Stunden zum selben Zeitraum gehören. Mischen Sie hier nichts, sonst stimmt das Ergebnis nicht.
Monatslohn in Stundenlohn umrechnen
Am häufigsten möchten Beschäftigte ihren Monatslohn in einen Stundenlohn umrechnen. Dafür brauchen Sie die durchschnittliche Zahl der Arbeitsstunden pro Monat.
Eine gängige Annahme: Bei einer 40-Stunden-Woche kommen Sie auf etwa 173 Arbeitsstunden im Monat. Diese Zahl ergibt sich aus 40 Stunden mal durchschnittlich 4,33 Wochen pro Monat.
Ein Beispiel: Sie verdienen 2.600 Euro brutto im Monat und arbeiten 173 Stunden. Dann liegt Ihr Stundenlohn bei rund 15,03 Euro. Arbeiten Sie bei gleichem Gehalt nur 150 Stunden, steigt Ihr Stundenlohn auf etwa 17,33 Euro.
So zeigt sich schnell, wie stark die Arbeitszeit das Ergebnis beeinflusst.
Jahresgehalt in Stundenlohn umrechnen
Manchmal ist nur das Jahresgehalt bekannt, etwa bei Stellenanzeigen. Auch daraus lässt sich der Stundenlohn berechnen.
Teilen Sie das Jahresgehalt zuerst durch die Jahresarbeitsstunden. Bei einer 40-Stunden-Woche sind das rund 2.080 Stunden im Jahr, also 40 Stunden mal 52 Wochen.
Ein Beispiel: Bei einem Jahresgehalt von 40.000 Euro brutto und 2.080 Stunden ergibt sich ein Stundenlohn von etwa 19,23 Euro. Berücksichtigen Sie bei Bedarf Urlaubstage, da Sie an diesen Tagen bezahlt werden, ohne zu arbeiten.
Brutto oder netto: Worauf es ankommt
Beim Stundenlohn müssen Sie immer wissen, ob Sie mit dem Brutto- oder dem Nettolohn rechnen. Beide ergeben sehr unterschiedliche Werte.
Der Bruttostundenlohn ist der Wert vor Abzügen. Mit ihm vergleichen Sie Jobangebote und prüfen den Mindestlohn, da auch dieser ein Bruttowert ist.
Der Nettostundenlohn zeigt, was nach Steuern und Sozialabgaben pro Stunde übrig bleibt. Er hängt von Ihrer Steuerklasse, dem Familienstand und weiteren Faktoren ab und ist daher individuell. Für einen fairen Vergleich nutzen Sie am besten immer den Bruttowert.
Stundenlohn und Mindestlohn 2026 vergleichen
Sobald Sie Ihren Bruttostundenlohn kennen, können Sie ihn mit dem gesetzlichen Mindestlohn abgleichen. Seit dem 1. Januar 2026 liegt dieser bei 13,90 Euro pro Stunde.
Liegt Ihr berechneter Stundenlohn darunter, zahlt Ihr Arbeitgeber zu wenig. In diesem Fall haben Sie Anspruch auf eine Nachzahlung der Differenz.
Gerade bei Teilzeit und Minijobs lohnt sich diese Prüfung, weil dort Stunden und Lohn oft unregelmäßig sind. Wer den Stundenlohn berechnen kann, erkennt eine Unterbezahlung sofort.
Häufige Fehler beim Stundenlohn berechnen
Ein klassischer Fehler ist, die Pausen mitzuzählen. Pausen sind keine Arbeitszeit, deshalb dürfen sie nicht in die Stundenzahl einfließen, sonst fällt der Stundenlohn zu niedrig aus.
Ein weiterer Fehler ist das Verwechseln von Brutto und Netto. Wer einen Bruttolohn durch Nettostunden teilt oder umgekehrt, erhält ein verzerrtes Ergebnis.
Auch unregelmäßige Arbeitszeiten führen oft zu falschen Werten. Schwanken Ihre Stunden, rechnen Sie am besten mit einem Durchschnitt über mehrere Monate.
Stundenlohn online berechnen
Sie müssen die Formel nicht von Hand anwenden. Mit unserem Stundenlohnrechner geben Sie einfach Ihren Lohn und Ihre Arbeitsstunden ein und erhalten sofort Ihren Stundenlohn.
Wie viele Stunden Sie tatsächlich gearbeitet haben, ermitteln Sie vorher bequem mit dem Arbeitszeitrechner aus Anfangszeit, Endzeit und Pause. So ist Ihre Berechnung von Anfang an korrekt.
Häufige Fragen zum Stundenlohn berechnen
Wie berechne ich meinen Stundenlohn aus dem Monatsgehalt?
Teilen Sie Ihren Monatslohn durch die Arbeitsstunden im Monat. Bei einer 40-Stunden-Woche sind das rund 173 Stunden.
Soll ich mit dem Brutto- oder Nettolohn rechnen?
Für Vergleiche und die Mindestlohnprüfung nutzen Sie den Bruttolohn. Den Nettowert verwenden Sie nur, wenn Sie wissen wollen, was real übrig bleibt.
Zählen Pausen beim Stundenlohn mit?
Nein. Pausen sind keine Arbeitszeit und dürfen nicht in die Stundenzahl einfließen.
Wie viele Arbeitsstunden hat ein Monat?
Bei einer 40-Stunden-Woche sind es im Durchschnitt etwa 173 Stunden pro Monat.







